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Offene Cafés: Die Kunst der Verführung


  • Der Landkreis Osnabrück gestaltet flächendeckend 30 seiner Kindertagesstätten zu sogenannten Familienzentren um. Tieferer Sinn dieser Umstrukturierung: Die Familienzentren sollen nicht nur die Aufgaben der bisherigen Kitas wahrnehmen, sie sollen auch ein Ort sein, wo Eltern in Erziehungs- und Familienfragen Information, Beratung und Unterstützung finden – wohnortnah, niederschwellig und bedarfsgerecht.

    Teil der Familienzentren, die bereits entstanden sind bzw. bis 2015 entstehen sollen, sind „Offene Cafés“. Interessierte Mütter und Väter können sich dort einmal die Woche zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch treffen. Mit dabei ist auch eine Erzieherin des jeweiligen Zentrums.

    Die existierenden „Offenen Cafés“ erweisen sich bislang als beliebter Treffpunkt. Eltern können sich dort über Kinder-, Erziehungs- und Familienfragen austauschen, neue Kontakte knüpfen, Probleme besprechen oder Beratungsund Unterstützungsangebote thematisieren. Zudem stärkt die Präsenz der Erzieherin die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Familienzentrum.

    Doch die „Offenen Cafés“ haben noch eine andere wichtige kommunikative Funktion: Man will vor allem auch eine spezielle Klientel für die Angebote des Familienzentrums interessieren – bildungsferne und sozial benachteiligte Eltern. Denn sie scheuen oft davor zurück, solche Angebote anzunehmen.

    Die Cafés sollen die Hemmschwelle senken und den ersten Kontakt erleichtern. Einmal im Café, so das Kalkül, sind diese Eltern eher dazu bereit, Erziehungs- und Bildungsfragen zu thematisieren – und sich für andere Angebote wie Elternkurse und Elternabende zu öffnen.