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Sprachwerkstatt: Lesen und Sprechen erleben


  • Die Kirchstraße liegt im alten Ortskern von Georgsmarienhütte. Wer das Quartier rund um die Lutherkirche kennt, der weiß, was sozialer Wandel bedeutet. Denn dort hat sich die Einwohnerstruktur in den letzten Jahren erheblich verändert. Nicht nur, weil dort immer mehr alleinstehende Menschen leben. Auch der Anteil der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund ist erheblich gestiegen. Verschärfend kommt hinzu, dass viele von ihnen am Rande des Existenzminimums leben.

    Diese demografische Entwicklung spiegelt sich exemplarisch in der Kita der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde wieder. Dort kommen fast zwei Drittel aller Kinder aus Zuwanderungsländern (genauer gesagt: aus 15 Nationen). Ein großer Teil von ihnen hat – oft wie ihre Eltern auch – erhebliche Probleme mit der deutschen Sprache.

    Umso höher ist das Engagement der Luthergemeinde zu veranschlagen. Auf meist ehrenamtlicher Basis leistet sie den Anwohnern individuelle Hilfe und fördert das nachbarschaftliche Miteinander. Seit sie vor drei Jahren ein Familienzentrum eingerichtet hat, hat die Gemeinde ihre Aktivitäten nochmals ausgeweitet: Sie bietet unter anderem einen interkulturellen Frühstückstreff, ein Elterncafé, Leseförderungsprojekte, Familienausflüge und Sprachförderangebote.

    Derzeit wird gegenüber der Kirche ein neues Gemeindehaus gebaut – als ein Treffpunkt, der die Bedürfnisse des Quartiers aufgreift. Teil des Hauses ist auch eine 50 qm große „Interkulturelle Sprachwerkstatt“. Mit ihr wird die frühzeitige Förderung der deutschen Sprache für Gemeindemitglieder aus Zuwanderungsländern zum festen Angebot des Zentrums.