NATIONALE BEDEUTUNG

Augustaschacht

Gedenkstätte Augustaschacht: Stiftung Stahlwerk fördert Einrichtung bereits zum sechsten Mal. Neu konzipierte Dauerausstellung soll vor allem Jugendliche aus ganz Europa anziehen. Anfang des Jahres wurde in Deutschland darüber diskutiert, ob eine KZ-Besuchspflicht ein wirksames Mittel sei, um Schüler*innen gegen Antisemitismus zu immunisieren. Für die Verantwortlichen der Gedenkstätte Augustaschacht ist klar: Es gibt in der Tat nur einen Weg, Jugendliche in die Mitverantwortung zu nehmen und für Mitmenschlichkeit und Toleranz einzunehmen – sie so konkret und zielgerichtet wie möglich mit der Vergangenheit zu konfrontieren. Die Gedenkstätte Augustaschacht will dieser Aufgabe zukünftig noch besser gerecht werden. Deshalb will sie ihre Dauerausstellung optimieren. Anfang des Jahres 2017 fiel der Startschuss. Im April 2020 soll sie dann offiziell eröffnet werden – 75 Jahre nach der Schließung des Arbeiterziehungslagers Ohrbeck. Drei wissenschaftliche Fachkräfte haben bereits ein Ausstellungskonzept und Texte erarbeitet. Sie werden auch ins Englische und Niederländische übersetzt. Die Englisch-Version zielt darauf ab, vor allem auch Jugendliche aus ganz Europa anzusprechen bzw. Schulklassen zu einem Besuch zu animieren. Die niederländische Version will der Tatsache Rechnung tragen, dass der Großteil der rund 2.000 Häftlinge aus den Niederlanden kam (etwa 500 sind sogar namentlich bekannt). Auch wenn der Löwenanteil der Kosten von Bund und Land übernommen wird: Auch die Stiftung Stahlwerk engagiert sich bereits zum 6. Mal für die Gedenkstätte und unterstützt das Projekt.